MiLeNas in der Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität

MiLeNas in der Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität

Ende November besuchten wir mit unserem MiLeNa-Kurs (MINT-Lehrkräfte-Nachwuchsprogramm) die Biologie-Didaktik der Justus-Liebig-Universität in Gießen. In einem Workshop von Dr. Elvira Schmidt gemeinsam mit zwei Studenten lernten wir, wie man Biologie spannend und verständlich vermitteln kann – also die sogenannte Didaktik der Biologie. Didaktik bedeutet, sich damit zu beschäftigen, was im Biologieunterricht gelernt werden soll, warum es gelernt werden soll und wie die Lernprozesse am besten geplant und umgesetzt werden.

Ein weiteres zentrales Thema des Tages war, dass jedes Experiment eine klare Anleitung und ein Ziel braucht. Nur so können Lernende wirklich nachvollziehen, was sie tun und warum es wichtig ist. Genau das wurde uns in einem Experiment zur Wärmeisolierung gezeigt. In kleinen Gruppen testeten wir verschiedene Materialien – zum Beispiel Wolle, Feder oder nur Luft – darauf, wie gut sie Wärme speichern oder abhalten. Das Ziel war, herauszufinden, welches Material am besten isoliert und gleichzeitig zu verstehen, warum das so ist. Dabei lernten wir nicht nur naturwissenschaftliche Prinzipien kennen, sondern auch, wie man solche Experimente später im Unterricht einsetzen kann, damit Schülerinnen und Schüler selbst forschend lernen können.

Besonders spannend war, dass wir nicht einfach nur eine Anleitung abgearbeitet haben, sondern auch gemeinsam überlegt haben, welche Schritte sinnvoll sind, wie man Beobachtungen richtig beschreibt und wie man die Ergebnisse auswertet. So wurde uns klar, dass gute Didaktik bedeutet, Lernen erlebbar zu machen – mit Kopf, Herz und Hand.

Der Tag in Gießen hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Unterricht so zu gestalten, dass er motiviert und Neugier weckt. Biologie kann man eben nicht nur aus Büchern lernen, sondern am besten durch eigenes Ausprobieren.

von Benita Driss, E1 08

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