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Peru – ein korruptes Land? – Von der MSO nach Lima per individuellem Schüleraustausch

Peru – ein korruptes Land? – Von der MSO nach Lima per individuellem Schüleraustausch

Ich hatte mich entschieden, an dem sechswöchigen individuellen Austausch zwischen der MSO und der Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Lima teilzunehmen und habe dort eine unvergessliche Zeit erlebt. Ich habe nicht nur eine neue Kultur und Sprache kennengelernt, sondern auch viele spannende Orte besucht und interessante Menschen getroffen.

Die ersten fünf Tage habe ich im Amazonas-Urwald verbracht, wo ich die faszinierende Natur und Tierwelt bewundern konnte. Ich habe an einer Bootstour teilgenommen, bei der ich Affen, Papageien, und Piranhas gesehen habe. Ich habe auch in einer Hängematte geschlafen und die Geräusche des Dschungels gehört.

Danach bin ich nach Ica gefahren, wo ich zwei Tage in der Oase Huacachina verbracht habe. Dort habe ich Sandboarding ausprobiert, was sehr viel Spaß gemacht hat. Ich habe auch den Sonnenuntergang über den riesigen Sanddünen genossen und die Sterne am Nachthimmel beobachtet.

In Lima habe ich bei meiner Gastfamilie im Stadtteil Surco gewohnt. Sie haben mich sehr herzlich aufgenommen und mir das peruanische Essen und die Traditionen nähergebracht. Ich habe auch die Humboldt-Schule besucht, wo ich viele neue Freunde gefunden habe. Die Schule ist sehr modern und hatte viele Angebote wie beispielsweise eine Basketball-AG.

Das Hauptthema meines Berichts ist aber der Ausflug in die Slums von Lima, den ich in der letzten Schulwoche gemacht habe. Das war eine sehr prägende Erfahrung für mich, die mir die Realität vieler Menschen in Peru gezeigt hat. Ich bin mit anderen deutschen Austauschschülern im Bus dorthin gefahren und wurde von einem Ausflugsleiter begleitet, der uns viel über die Geschichte und die Probleme der Slums erzählt hat.

Dieser Bestimmte Stadtteil wurden von Drogenbossen organisiert, von den Menschen innerhalb einer Nacht illegaler Weise auf eine Müllheide errichtet und bestehen aus einfachen Hütten aus Wellblech, Holz und Plastik. Die Menschen dort haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, Strom oder sanitären Anlagen. Sie leben in ständiger Armut und Angst vor Gewalt und Krankheiten.

Der Ausflugsleiter hat uns auch von der Korruption in der Regierung berichtet, die sich nicht um die Situation der Slumbewohner kümmert. Er hat uns auch gesagt, dass einige Menschen nicht wollen, dass man sieht, dass es ihnen gut geht, damit mehr Spenden kommen. Das fand ich sehr traurig und schockierend.

Dieser Ausflug hat mir die Augen geöffnet und mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, dankbar für das zu sein, was man hat, und sich für diejenigen einzusetzen, die weniger haben. Ich habe auch viel Respekt für die Menschen in den Slums bekommen, die trotz aller Schwierigkeiten ihren Mut und ihre Hoffnung nicht verlieren.

Mein Schüleraustausch nach Peru war eine einmalige Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Ich bin sehr froh, dass ich diese Chance bekommen habe und möchte mich bei allen bedanken, die mir das ermöglicht haben. Ich hoffe, dass ich eines Tages wieder nach Peru zurückkehren kann, um dieses wunderschöne Land noch besser kennenzulernen.

von Samuel Kirchner (Q3)

 

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