Im März dieses Jahres hatten wir die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Praktikum in Frankreich zu absolvieren. Ermöglicht wurde uns dies über den Partnerschaftsverein Ludwigsau-Changé, mit dem Frau Klose und die anderen Französischlehrerinnen der MSO für die Organisation des Praktikumsangebots in der Q2 -Phase schon lange kooperieren. Untergebracht wurden wir in französischen Familien, welche Mitglieder im dortigen Partnerschaftsverein sind, unser Ansprechpartner vor Ort war Jos Vaessen.
In Changé durften wir die Berufsfelder in der Gemeindeverwaltung, in der Grundschule, im Kindergarten, der Bäckerei und im Altenheim näher kennenlernen und konnten jeweils vielfältige Eindrücke über die jeweiligen Berufe sammeln und Unterschiede zu Deutschland feststellen, was folgende Erfahrungsberichte zeigen:
„Im Kindergarten konnte ich den Alltag aktiv miterleben, die Kinder begleiten und sie bei verschiedenen Aktivitäten unterstützten. Besonders schön war, wie interessiert und offen die Kinder waren, vor allem hat mir die Zeit mit den Jüngeren viel Spaß gemacht. Ein spannender Unterschied zu Deutschland ist, dass die Kinder im französischen Kindergarten schon früher und intensiver lernen.“ (Isabell M.)
„Mein Praktikum habe ich in der Boulangerie Jaquin gemacht. In der Bäckerei durfte ich am Alltag der Verkäuferinnen teilnehmen und zum Beispiel auch selbst verkaufen. Besonders spannend war es allerdings für mich, den Bäckern und dem Konditor zuzusehen, die in der mit einem besonderen Label ausgezeichneten „Boulangerie artisanale“ alles vor Ort zubereiten.“ (Johanna S.)
„In der Gemeindeverwaltung war ich nach dem Rotationsprinzip jeden Tag in einer anderen Abteilung und bekam dadurch einen guten Einblick in unterschiedliche Tätigkeitsfelder, die von sozialen Themen bis hin zu technischen Angelegenheiten reichten. Teilweise durfte ich kleine Verwaltungsarbeiten erledigen, wie beispielsweise Briefe versandbereit machen oder ein Plakat erstellen.” (Julina B.)
„Ich hatte mich für ein Praktikum in der Grundschule entschieden und war in der ersten und zweiten Klasse eingesetzt. Dort konnte ich den Unterricht mitgestalten, mit den Kindern lesen und ihnen bei den Aufgaben helfen. Mich hat es besonders interessiert zu beobachten, wie der Schulalltag und Unterricht in der französischen Schule gestaltet wurde.“ (Lena B.)
„Das Praktikum im Altenheim hat mir die Möglichkeit gegeben, den Alltag der Pflegekräfte mitzuerleben und sie bei verschiedenen Aufgaben zu unterstützen. Dazu gehörten zum Beispiel kleinere Tätigkeiten wie Bettenmachen sowie die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner, was mir einen guten Einblick in den Umgang mit älteren Menschen und die Organisation des Pflegealltags gegeben hat.“ (Leona R.)
Sowie im Praktikum als auch in den Familien wurde uns viel Verständnis und Geduld entgegengebracht, besonders auch in Bezug auf unsere sprachlichen Fähigkeiten, mit denen wir aber im Alltag gut klargekommen sind. In unserer Freizeit durften wir mit unseren Gastfamilien verschiedene Ausflüge machen und wir haben diese Zeit in Le Mans, Saumur und Paris sehr genossen. Insgesamt war das Praktikum eine bereichernde Erfahrung, die unsere Selbstständigkeit, Kommunikationsfähigkeit und allgemein die Sprachkompetenz in der französischen Sprache gefördert hat. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit.
verfasst von: Julina Burau, Lena Berk, Isabell Müller, Leona Reinhardt, Johanna Steinhauer, (LK bzw. GK Französisch Q2)
