Warum erinnern? Ein Workshop zu Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart

Warum erinnern? Ein Workshop zu Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart

Warum sollten wir erinnern? Mit dieser wichtigen Frage beschäftigte sich das zweite Lehrjahr der Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Kaufleute im Einzelhandel bei einem Workshop in der Stiftung Adam von Trott Imshausen e. V. Durch die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bad Hersfeld-Rotenburg e. V. ist dieser Workshop erst möglich geworden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür.

Der Workshop war in zwei Teile gegliedert. Zunächst lernten die Auszubildenden Adam von Trott als Persönlichkeit kennen. Bei einer Führung durch die Dauerausstellung „Begegnung mit Adam von Trott zu Solz“ erhielten sie Einblicke in sein Leben, sein Denken und sein mutiges Handeln im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Für viele Lernende war Adam von Trott zuvor noch unbekannt – umso beeindruckender war die Begegnung mit seiner Geschichte.

Im zweiten Teil rückte die Gegenwart in den Fokus. Gemeinsam setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinander, wie diskriminierende Sprache aus der Zeit des Nationalsozialismus bis heute nachwirkt. In Gruppen analysierten sie aktuelle Memes, diskutierten deren Botschaften und präsentierten ihre Ergebnisse. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, antisemitische und diskriminierende Inhalte zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und ihnen entschieden entgegenzutreten.

Zum Abschluss nutzte die Klasse die besondere Atmosphäre des Ortes für ein gemütliches Indoor-Picknick – der Regen machte ein Picknick im Freien leider unmöglich.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Stiftung Adam von Trott e. V. für den gelungenen und informativen Tag. Der Workshop hat eindrucksvoll gezeigt: Erinnern bedeutet nicht nur, auf die Vergangenheit zu blicken, sondern Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.

Nach oben scrollen