ERASMUS +: Job-Shadowing an der Skola da Vinci, einer Privatschule in Dolní Brezany in der Nähe von Prag

ERASMUS +: Job-Shadowing an der Skola da Vinci, einer Privatschule in Dolní Brezany in der Nähe von Prag

Schüler in der Pausenhalle

In der dritten Februarwoche nahm die MSO-Lehrerin und Abteilungsleiterin der sprachlichen Fächer Ulrike Nitzsche erneut an einer Mobilität im Rahmen von ERASMUS + teil. Diesmal entschied sie sich für ein Job-Shadowing an einer tschechischen Privatschule, die 2010 entstand und die sich als „alternative school based on democratic principles“ versteht.

Eingangsbereich der Skola da Vinci

Dies bedeutet, dass Lehrkräfte und Schüler*innen gemeinsam Entscheidungen treffen, auch was bestimmte Lerninhalte betrifft. Ein großer Teil des Unterrichts findet in Projekten und Seminaren statt, die fächer- und jahrgangsübergreifend sind und sich über ein Trimester (es gibt an der Schule keine Taktung in Halbjahre, sondern in Trimester) erstrecken. Zur Schulphilosophie gehören die individuelle Förderung eines jeden Kindes, die Motivation sowie gezielte Beseitigung von Lernhindernissen in einer inspirierenden Umgebung. Ein Teil des Unterrichts findet auf Englisch statt. Zensuren werden nicht erteilt. Schüler*innen erhalten stattdessen eine individuelle Rückmeldung, wie sie sich verbessern können.

Frau Nitzsche ist von dem Kollegium und der Schülerschaft der Skola da Vinci sehr offen und freundlich empfangen worden. Die sehr kleinen Lerngruppen ermöglichen wirklich ein sehr intensives und schülerorientiertes Arbeiten. In den von ihr hospitierten Stunden stand am Ende oft eine kurze gemeinsame Evaluation von Lehrkraft und Klasse/Kurs. Die Vermittlung von Kompetenzen ist Schwerpunkt der Unterrichtsplanung, d.h. z.B. Analysefähigkeiten verbessern, selbstständiges Recherchieren und Präsentieren üben, Kritikfähigkeit stärken. Nach Frau Nitzsches Eindruck gelingt dies sehr gut. Begeistert haben sie insgesamt die entspannte Lernatmosphäre sowie die Selbstverständlichkeit, mit der sich alle – Schüler*innen und Lehrkräfte – der englischen Sprache bedienen.

Auf ihre Frage an einen Schüler der Da Vinci Schule, der ihr für ein Gespräch zur Verfügung stand, ob es auch gelegentlich Schüler*innen gebe, die die Schule verließen, antwortete er Frau Nitzsche, dass dies selten vorkomme, nur dann, wenn jemand nicht mit der Mischung aus Freiheit und Verantwortung für das eigene Lernen klarkomme.

Weitere Informationen zu der Austauschschule erhält man unter folgendem Link: https://www.skoladavinci.cz/en/aj-home/

von Ulrike Nitzsche

Informationen zum Titelbild: v.l. Schulleiter Jirka Bures, Ulrike Nitzsche und Erasmus Beauftragte Jana Nemeckova  

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