Die MiLeNa-Gruppe des Jahrgangs 2025/ 2026 der MSO unternimmt im Rahmen der AG-Arbeit im Laufe des Projektjahres einige Exkursionen.
Anfang des Monats trafen wir uns mit Schülerinnen und Schüler der anderen MiLeNa- Schulen an der Liebigschule in Gießen, um erneut neue Erfahrungen als „Lehrer-Lehrling“ in den Mint-Fächern zu sammeln.
Mit dem Schwerpunkt „Mathematik“ stand diesmal der Besuch des Mathematikums in Gießen auf dem Programm. Das Mathematikum bietet interessante, teils zugängliche, teils auch knifflige Aufgaben und Attraktionen zu mathematischen und physikalischen Themen. Über scheinbar unscheinbare Aufgaben erlernt man so nicht nur ein tieferes Verständnis für die zugrunde liegenden Sachverhalte, sondern auch etwas über das logische Denken und die Funktionsweisen und Vereinfachungen des menschlichen Gehirns bei der Konfrontation mit ungewöhnlichen Aufgaben. Wir hatten Zeit, uns zahlreiche Exponate selbst anzuschauen und auszuprobieren, bekamen aber auch eine konkrete Aufgabe, die wir ausführlich bearbeiten sollten.
Die Aufgabe bestand darin, über einen Apparat die Bedeutung der Steigung Null am Hochpunkt einer Funktion zu erklären. Der Apparat bestand aus einem Computer auf einer schmalen, ca. 1 Meter hohen Kommode und einem Teppich, der vom Fuß der Kommode aus einige Meter nach hinter führte. So startete man an einem bestimmten Punkt (bei Null) auf dem Teppich und erreicht beim Rückwärtsgehen als Maximum die Zahl vier. Jene Bewegung wird von dem Computer als Meterangabe der y-Achse aufgezeichnet. Zugleich wird in einem gleichmäßigen Takt die x-Achse ‚entlanggefahren‘, welche die vergangene Zeit pro Sekunde wiedergab. Mit dieser Aufzeichnung von Entfernung zu Zeit kann somit das Änderungsverhalten der ersten Ableitung nachvollzogen werden, und somit auch die Steigung Null am Hochpunkt.
Später aßen wir mit den die Schülerrinnen und Schüler der Liebigschule gemeinsam zu Mittag und werteten anschließend die Ergebnisse der Aufgaben und unsere Erkenntnisse bezüglich des Lerngrades einer solchen Exkursion aus. Das einheitliche Fazit war, dass anschauliches und praktisches Lernen auf jeden Fall zu einem besseren Verständnis von mathematischen Sachverhalten beitragen kann.
